FC Weiden-Ost - SV Detag Weiden 2:5 Tore: Diener, Schreiber Team: Strohbach, Gillitzer, Ertl (Schmidt W.), Pausch, Jank, Döhnel, Diener (Jank M.), Schreiber, Stark, Heller A. (Yayar), Schedl
Mit einer 2:5-Niederlage beendete unser Team das Spiel gegen den Stadtrivalen SV Detag Weiden und kann somit nach zwei Heimspielen in Folge einen mageren Punkt verbuchen. Jetzt könten wir sagen, dass wir unseren absoluten Tiefpunkt erreicht haben und unsere Leistungen mehr als bescheiden waren / sind. Oder die Keule rausholen und jeden einzelnen Akteur erstmal in die Ecke stellen und drauf hauen.
Ich denke jedem ist bewusst, wo wir gerade stehen, da musst Du Dir nur die Tabelle anschauen. Und sicher muss ein Spiel analysiert werden, usw. Aber wie oft haben wir das schon gemacht? Richtig, 7 x in dieser Saison. Nach jedem Spiel, vor jedem Spiel. Und wir kommen immer wieder zum gleichen Ergebnis: Wir als Team setzen derzeit, dass was besprochen wird nicht konsequent genug um.
Die ersten 15 Minuten klappt das meistens sehr gut. Wir haben in sechs von diesen sieben Spielen mit 1:0 geführt. Nur eins konnten wir gewinnen. Das ist leider bezeichnend dafür, dass es derzeit keinerlei Weiterentwicklung in unserer Mannschaft gibt. Da muss angesetzt werden.
Es bringt aus meiner Sicht nichts jetzt eine Woche lang mit hängendem Kopf rumzulaufen und sich selbst zu bemitleiden. Jeder ärgert sich - klar. Aber der Tabellenplatz und der Spot, den jeder einzelne in der Arbeit oder sonstwo ernten wird ist Strafe genug. Also hebt die Köpfe wieder, drückt Eure Brust raus und macht Euch klar, dass nach jedem Fall auch wieder ein Aufstieg folgt. Und vor allem: das wir / Ihr nicht schlecht seid.
Am Dienstag wird es einigen zu bereden geben um den Neuanfang zu starten. Wie gehen wir das an? Welche Maßnahmen ergreifen wir? Wer hat welche Sicht auf die jetzige Situation? Meinungen werden ausgetauscht werden und wir müssen gemeinsam nach einer Lösung suchen. Dann finden wir auch wieder zurück auf die Gewinnerstraße.
Ich freu mich auf diese Herausforderungen. Für mich ist es in jedem Fall ein Neuanfang. Du kannst hinfallen - wichtig ist, dass Du wieder aufstehst. In diesem Sinne: Einen schönen Montag :-).
FC Weiden-Ost - SV Detag Weiden 2:5 Tore: 1:0 (4.) Marc Diener (FE), 1:1 (43.) Viktor Braun, 1:2 (48.) Andre Ramsauer, 1:3 (51.) Alwin Hlina, 1:4 (60.) Artuhr Skop, 2:4 (61.) Patrick Schreiber, 2:5 (70.) Michael Klein SR: Robert Kleffmann (Regensburg) - Zuschauer: 230
Eine vollkommen indiskutable Leistung, vor allem in Halbzeit zwei, zeigte der FC Weiden-Ost im Stadtderby gegen den SV Detag Weiden. Innerhalb von nur 8 Minuten gab man das Spiel aus der Hand undrannte dem Vorsprung der Gäste nur noch hinterher. Die Gäste vom Stockenhut waren keineswegs das spielerisch dominante Team, sie verfügten eigentlich über recht bescheidene Mittel. wussten aber im entscheidenden Moment ihre wenigen Möglichkeiten eiskalt zu nutzen. Das Derby begann für die Heimelfnach Maß, ging man doch nach nur 4 Minuten per Foulelfmeter, nach Foul an Johannes Stark, durch Marc Diener in Führung. Man beherrschte Ball und Gegner und lies die Gäste nie zur Entfaltung kommen. Die ersten 30 Minuten gehörten klar dem FC Weiden-Ost und es sah zu diesem Zeitpunkt nie so aus als würde der Gegner über die Möglichkeiten verfügen daran etwas zu ändern. Nach 18 Minuten hatten die Fans der Ostler schon den nächsten Torschrei auf den Lippen. Patrick Schreiber, einer der wenigen Akteure der Normalform erreichte, köpfte an die Latte und Benjamin Schedl schob den Ball im Nachfassen ein. Das Tor wurde aber auf Grund einer angeblichen Abseitsposition nicht anerkannt. Wie aus dem Nichts kam dann der SV in der 43 Minute zum bis dato mehr als schmeichelhaften Ausgleich. Ein Ballverlust im Mittelfeld und ein langer Ballreichte um die Ostbabwehr zu überwinden, Viktor Braun hatte freie Bahn und lupfte den Ball aus 16 Metern über den herauseilenden Torwart der Ostler. Wieder einmal hat man sich durch individuelle Fehler auf Seiten der Heimelf um die Früchte der bis zu diesem Zeitpunkt überlegenen Spielweise gebracht.
Nach der Halbzeitpause geschah dann, was man wenn man Anhänger des FC Ost ist, nicht für möglich gehalten hat. Innerhalb von nur 3 Minuten zogen die wacheren Gäste auf 1:3 davon und erwischten die Heimelf im kollektiven Tiefschlaf. Andre Ramsauer lief alleine aufs Tor zu, schoss den gut reagierenden Torwart Strohbach an, hatte aber im Nachfassen keine Mühe den Ball zum 1:2 zu verwerten. Kaum war der Anstoß ausgeführt klingelte es schon wieder im Tor der Ostler, nach dem Alwin Hlina per Direktabnahme völlig freistehend aus 12 Metern den Ball ins Tor donnerte. Die Heimmannschaft versuchte nun noch einmal das Blatt zu wenden, scheiterte aber immer wieder an der eigenen Unkonzentriertheit und Courage. Das schönste Tor des Spieles erzielte dann in der 60 Minute Artuhr Skop der den Ball mustergültig aufgelegt bekam und das Spielgerät aus 18 Metern per Volleyabnahme unhaltbar unter die Latte zimmerte. Nur 1 Minute später war es dann Patrick Schreiber der nach klasse Zuspiel von Hüssein Yayar zum 2:4 verkürzte. In der 70 Minute war dann das Schicksal der Heimelf entgültig besiegelt, nachdem Michael Klein einen Freistoß aus 28 Metern unhaltbar für den Ostkeeper ins Dreieck hämmerte. Eine Riesenchance hatte die Heimelf aber noch. In der 88 Minute ging ein Kopfball aus 3 Metern freistehend, symptomatisch für das Spiel, am Tor vorbei.
Am Sonntag kommt es beim FC Weiden-Ost zum Aufeinandertreffen im Stadtderby gegen den Konkurrenten in der Bezirksliga Nord, dem SV Detag Weiden. Nach etlichen Jahren kommte es endlich wieder zu einem Punktekampf der beiden Stadtrivalen und man darf gespannt sein wer hier das bessere Ende für sich verbuchen kann. Die Mannschaft von der Stockenhut ist in der vergangenen Saison nur knapp dem Abstieg in die Kreisliga entkommen und kommt auch in dieser Spielzeit noch nicht so recht in die Gänge. Auch hat man nach nur wenigen Wochen in der laufenden Saison einen Trainerwechsel vorgenommen, Harald Hummel wird durch Georg "Girgl" Ramsauer ersetzt, man wird sehen wie sich diese Personalie auswirken wird. Ramsauer der auch schon beim FC Weiden-Ost als Trainer Verantwortung übernahm und den man in Kreisligazeiten immer wieder als Gegner gegenüberstand, ist also ein guter Bekannter an der Stresemannstraße. Dank kontinuierlicher und konsequenter Jugendarbeit, der Kader des FC Weiden-Ost besteht fast nur aus Eigengewächsen, ist es in der vergangenen Spielzeit gelungen den Aufstieg in die Bezirksliga zu feiern und freut sich dementsprechend auch auf das prestigeträchtige Derby. Der Weg mit jungen, hungrigen und vor allem selbst ausgebildeten Spielern wird auf jeden Fall weiterverfolgt, ganz der Philosophie der Ostler entsprechend. Wie jedoch die ersten Saisonspiele zeigen, muss man den "Jungen Wilden" und sich selbst auch die nötige Zeit einräumen, sich auf Bezirksebene zu akklimatisieren und sich zurechtzufinden. Gute Ansätze sind auf jeden Fall erkennbar und man findet sich, wenn auch in kleinen Schritten, immer besser zurecht. Im letztwöchigen Aufeinandertreffen gegen die kampfstarken Eslarner war sogar nach engagierter Aufholjagd, unbändigem Willen und toller Moral noch ein Sieg möglich. Hier hat sich aber auch gezeigt, das man nach wie vor, durch Fehler im Spielaufbau und Unkonzentrietheiten, sich selbst unnötig schwächt und den Gegner zum Tore schießen einlädt. Dieses Manko abzustellen, darauf lag das Hauptaugenmerk in der vergangenen, intensiven Trainingswoche. Ferner setzt man bei den Ostlern auf die, auch schon in der Vergangenheit gezeigte Heimstärke, und hat einen Heimdreier fest im Visier. Um sich ein wenig Luft zum Tabellenkeller zu verschaffen ist ein Sieg gegen den Stadtrivalen schon fast wegweisend. Trainer Meier kann wieder auf Marco Jank zurückgreifen, dafür befindet sich Martin Oppitz im Urlaub. Auch werden die beiden bis dato überzeugenden Nachwuchsakteure Wolfgang Schmidt und Johannes Stark auf einen Einsatz hoffen können.
Im Spitzenspiel der A-Klasse Nord zog der FC Weiden-Ost II gegen den SV Etzelwang leider den Kürzeren und verlor letztendlich auch verdient mit 1:2. Der Gegner aus Etzelwang begann druckvoll und beschäftigte die Abwehrreihe der Heimmannschaft mehr als erwartet. Nach einem Eckball in der 27 Minute erzielte Manfred Bauer im Nachschuß die zwischenzeitlich verdiente Führung der Gäste. Nur 2 Minuten später hatte Vladislaw Lebjedew die große Chance zum Ausgleich, scheiterte aber am reaktionsschnellen Keeper der Etzelwanger.
Nach dem Seitenwechsel war es wieder der SV Etzelwang der in der 47. Minute schon den Torschrei auf den Lippen hatte, der Ball konnte aber im letzten Moment von Philipp Pätzold von der Linie gekratzt werden. Nikita Garin war es dann , der in der 67 Minute den Ausgleich erzielen konnte. Vollkommen aus dem Nichts fiel dann kurz vor Schluß per Kopf der Führungstreffer der Gäste der letztendlich auch den Sieg bedeutete.
Am Ende müssen wir uns darüber freuen, dass wir einen Punkt geholt und dabei Moral gezeigt haben. In einer über 90. Minuten niveauarmen Party gingen wir mal wieder 1:0 in Führung und rannten anschließend einem vermeidbaren Rückstand hinterher. Positiv: Diesmal konnten die diesen zweimal aufholen und das Spiel mit einem 3:3 beenden.
Zu Beginn glich die Anwesenheit unserer Spieler einem wilden Hühnerhaufen ohne Struktur und Konzept. Einzig die Moral und die drei sehr schön über außen herausgespielten Tore sind positiv hervor zu heben.
Dabei glänzte der Gegner weniger mit spielerische Stärke, sondern eher mti übertriebener Härte oder langen unkoordinierten Bällen in die Spitze. Aber selbst in Unterzahl gelang es uns nicht die entscheidenden Akzente zum Sieg zu setzen. Da drängt sich die Frage auf gegen wen wir noch gewinnen wollen...?
Vielleicht ja nächste Woche gegen den Stadtrivalen SV Detag Weiden. Für uns wieder ein Heimspiel und defintiv ein geeigneter Zeitpunkt endlich den Schalter umzulegen und wieder drei Punkte zu holen um uns ein wenig vom unteren Ende der Tabelle zu lösen.